Samstag, 11. Februar 2017

Fasching 2017 - mein Sohn ist ein Ohnezahn

Völlig überraschend hing an der Eingangstür vom Kindergarten ein Zettel: 
Faschingsfeier am 10. Februar 2017.
"Ist Rosenmontag nicht erst Ende des Monats?" schoss es mir sofort durch den Kopf. Also habe ich die Erzieherin angesprochen und die Auskunft erhalten, dass sie IMMER Anfang Februar Fasching feiern.

Auf dem Nach-Hause-Weg habe ich meinen Sohnemann dann mal gefragt, als was er denn zum Fasching gehen möchte. Innerlich stellte ich mich schon auf das schlimmste vor...
"Als Drache" kam von der Rücksitzbank... "So einer wie Ohnezahn. Das kannst Du doch nähen, Mama, oder?"

Klar kann Mama das – aber in weniger als zwei Wochen mit vielen Terminen dazwischen...? Ich setzte mich also in jeder freien Minute hin und zeichnete an den einzelnen Teilen. Das Schnittmuster von einem gut sitzenden Pullover diente als guten Anhalt für die Größe der Flügel. Immer wieder musste ich die Schwünge der Flügel zeichnen und wegradieren, wieder neu zeichnen, bis sie mir schlussendlich gefielen. So ähnlich erging es mir bei den Drachenkämmen – endlich war der richtige Abstand gefunden.

Für die Schwanzflosse und die Schwanzflügel machte ich zwei unterschiedlich große Varianten, damit ich testen konnte, welche besser aussehen würde. Ich musste erst noch beim Sohn Maßnahmen, wie lang der Drachenschwanz sein durfte.

Als mir alles gefiel, ging ich erst einmal an meinen Stoffschrank. Mir war so, als ob ich nicht noch irgendwo einen schwarzen Jersey hatte... den hatte ich wohl leider schon verarbeitet, fand aber noch ein großes Stück Schwarz/Grau-eingefärbten Trikotstoff, den ich vor langer Zeit mal bei einer Bestellung von "Putzlappen" bei www.trigema.de mitgeliefert bekommen hatte. Super, dachte ich – lange liegen gelassen und nun hat er seine Bestimmung gefunden.

Zusätzlich noch den roten Baumwollstoff aus dem Schrank gezogen und noch die Bodenwischtücher (zum Verstärken der Elemente) unter den Arm geklemmt und wieder zurück ins Wohnzimmer. Ich nähe leider nicht in einem Nähzimmer, sondern im Schlafzimmer und da ist kein Platz mehr alle Materialien auszubreiten.

Schnittmuster auf die Materialien übertragen und alles ausschneiden.
Verstärkungen für Flossen- und Kamm-Elemente
aus Bodenwischtüchern

Die Maske für meinen kleinen Ohnezahn musste noch etwas an sein Gesicht angepasst werden, aber viel Veränderung war nicht nötig.

Dann ging es ans Nähen. Zuerst habe ich mich an den einfachsten Teil gemacht – den Pullover. Sohnemann war nicht zu Hause, sodass ich ganz in Ruhe loslegen konnte, ohne dass ständig jemand fragt, ob das Kostüm schon fertig ist.

Ich kam gut voran, aber jeder Tag hat mal ein Ende. In der nächsten "Freizeit" machte ich weiter... mit den kniffligeren Teilen des Kostüms.

So wuchs das Kostüm in den kommenden Tagen immer weiter und endlich – einen Tage vor dem Faschingstermin war es fertig. Abends, als Sohnemann schon im Bett lag, malte ich noch die Zeichnung auf die rote Schwanzflosse - was für eine Überraschung am Faschingstag!

Die rote Drachenflosse mit Zeichnung
ist ein wichtiges Kennzeichen von Ohnezahn

Fertiges Ohnezahn-Drachen-Kostüm. Die grüne Hose wird zum Fasching
durch eine schwarze ausgetauscht. Die war zur Anprobe leider in der Wäsche.

Ganz schön viel Aufwand für ein Kostüm, welches nur einmal getragen werden kann, mag jetzt vielleicht der ein oder andere denken. Aber die Freude meines Kindes in den Augen zu sehen, als er das Kostüm zum ersten Mal anprobierte, waren alle Mühe wert! 

Nun hat die Wählergemeinschaft unseres Dorfes entschieden, noch ein Faschingsfest zu veranstalten. Juhu, das Kostüm darf ein weiteres Mal ausgeführt werden. :-)

Es grüßt euch
eure Antje


Mittwoch, 8. Februar 2017

Neue Straßen braucht das Land ...

... und nicht nur das Land, sondern auch mein Sohn.
Bis jetzt hat er seine Autos von Siku, Matchbox, HotWheels und co auf dem Laminat, dem Sofa, unter den Tischen oder auf den Siku-Puzzle-Straßen fahren lassen. Aber da diese sehr in der Fläche einschränken, musste etwas neues her.

Also ab in meine Näh- und Bastelecke und mal schauen, was sich da so als Material eignet.
Gefunden habe ich 3 mm dicken Filz – Schablone von einer geraden Straße angefertigt, auf den Filz übertragen, ausgeschnitten und mit Sohnemann getestet.
Leider mussten wir feststellen, dass uns das Material nicht so ganz überzeugte. Es rutschte immer wieder auseinander.

Also setzte ich mich Abends, als alles ruhig im Haus war mit dem Tablet aufs Sofa und durchstöberte das Internet. Ich fand bei verschiedenen Anbietern Filz in 5 mm Stärke zu den unterschiedlichsten Preisen. Aber ist das das richtige Material für uns???
Ich suchte weiter und ich fand die Seite http://www.textilgrosshandel24.de . Dort habe ich einen Doubleface Filzstoff mit einer Stärke von 5 mm entdeckt.

Immer noch unsicher, ob es DAS Material der Begierde ist, habe ich erst einmal einen Meter bestellt. Lieferung kam nach zwei Tagen, also richtig schnell.
Da nicht gleich Zeit war habe ich erst am Wochenende die ersten Straßen-Elemente ausgeschnitten und dann am Montag die ersten Teile zugeschnitten und erst einmal Blanko zum testen an meinen Straßenbaumeister weitergegeben.

Ein einfaches gerades Straßenstück.
Sohnemann hat die Straßen-Elemente sofort für gut befunden!

So ging es an das Fein-Tuning..
Zusätzliche Teile mussten her – man kann ja nicht immer nur geradeaus fahren.

Kreuzungen, Kurven, Baustellen, Verkehrsinseln, Parkplätze usw. wurden entworfen und dann mussten natürlich die Straßenmarkierungen gemalt werden.

Wie gut, dass ich Stoffmalfarbe in Weiß und Gelb zuhause hatte. So konnten auch Baustellen geplant werden, die später einfach gegen normale Straßen ausgetauscht werden, wenn die Baustelle abgeschlossen war.

Ein Parkplatz musste natürlich auch sein.
Verkehrsinsel
Die Verkehrsinseln und Baustellen habe ich einfach mit Filzwolle "gefilzt", sodass sie auch in der Optik ansprechend sind. Das ging total einfach und schnell und hält superfest.

Weitere Straßenteile werden auf jeden Fall folgen. 
Nachschub vom Grundmaterial ist schon bestellt, denn mir wird schon jetzt jedes fertige und getrocknete Teil vom Tisch gezogen, damit es verbaut werden kann.

Ich hoffe, Sohnemann wird noch lange viel Spaß daran haben. Weitere Straßen-Elemente sind schon in Planung: große Kreuzung mit Abbiegen-Streifen, Kreisel, Zebrastreifen...


Bis zum nächsten Mal.
Eure Antje

Freitag, 27. Januar 2017

Neustart 2.0

So, neues Jahr, neue Vorsätze... Zwar hatte ich mir vorgenommen, mein Jahr nicht so beginnen zu lassen, aber damit war mein erster Vorsatz schon dahin :-)

Ich will jetzt wirklich wieder öfter hier was schreiben.

Ich hoffe, es gibt einige dort draußen, die Lust haben, mir zu folgen. Ich wünsche euch viel Spaß dabei. 

Liebe Grüße,
eure Antje

Mittwoch, 28. Januar 2015

Neustart

So, nun soll es eidlich etwas voller hier im Blog werden mit den Sachen, die bei mir zu Hause entstehen.
Ich habe mir fest vorgenommen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen hier zu posten.
Vielleicht folgt mir ja ein stiller Mitleser. Ich würde mich natürlich auch über Kommentare sehr freuen!

So, dieser kleine Text ist schon mal geschafft :-)
Neues von mir wird bald folgen - versprochen.

Liebe Grüße

Mittwoch, 15. Januar 2014

Von schönen Fotos

Geht es euch auch manchmal so?
Ihr wollt ein Foto von einer Sache machen und dann stimmt dieses oder jenes nicht?
Der Bilckwinkel, der Lichteinfall, der Hintergrund, die Schatten, die das zu fotografierende Objekt wirft ...

Mir geht es auf jeden Fall auch so.
Und da ich mir für den Monat Januar als Aufgabe gesetzt habe, meine genähten Werke, die nicht auf den Weihnachtsmärkten verkauft wurden, zu fotografieren und in meinen kleinen Dawanda-Shop zu stellen.

Auf der Suche nach Tipps, wie man die Fotos als Laie noch schöner hinbekommt, habe ich Mr. Google mal befragt und bin auf einen kleinen aber feinen Tipp gestoßen, wie man sich sein eigenes kleines Fotostudio / seine eigene kleine Fotobox selber basteln kann.

Damit ihr auch was von meiner Entdeckung habt, hier der Link zu der Seite:
http://de.jimdo.com/2010/09/09/tipps-f%C3%BCr-euren-online-shop-produkt-bilder-wie-vom-profi/

Dienstag, 3. Dezember 2013

Ein dickes DANKESCHÖN...

geht an meine Schwiegermutter, die sich im November und Dezember auf zwei Adentsbasare für mich gestellt hat, um ein paar genährte und gestrickte Sachen von mir zu verkaufen.

Ich bin sehr erfreut darüber, das Handarbeit immer mehr von den Besuchern geschätzt wird.

Klar gibt es auch die Leute dazwischen, die lieber die Preise vom Massenhersteller hätten...
Aber wie sagte da eine leieb Freundin zu mir: Dann sollen die halt woanders kaufen und Sachen haben, die 100te Leute auch haben.

Durch einen dieser Märkte habe ich auch eine liebe Kundin kennengelernt, die später noch per Mail Sachen bei mir bestellt hat und dann kurz von Weihnachten kam, um diese abzuholen. Und da diese Kundin gelernte Kostümschneiderin ist und von meinen Sachen so begeistert war, freue ich mich umso mehr :-)


 
 So, jetzt kann Weihnachten kommen.
Euch allen ein schönes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Samstag, 16. November 2013

... Ich bin wieder da!


Hallo an alle, die dies hier lesen :-)

Jetzt soll es richtig losgehen mit meinem Blog.
Ich habe mir fest vorgenommen, mir jetzt regelmäßiger die Zeit zu nehmen, um euch auf dem laufenden zu halten, was hier in meiner kleinen "Kreativwerkstatt" so alles entworfen, gebastelt, genäht... wird.

Dann fange ich doch gleich mal an und zeige euch meine kleinen Kastanien-Wichtelchen, die man wunderbar mit alten Wollresten, einer Kastanie und einem Streifen Pappe herstellen kann.




Man nimmt einfach eine Kastanie, die am besten schon ein bißchen Trocknungszeit hinter sich hat, schneidet einen Pappstreifen in der Höhe von ca. 1 cm und in der Länge der "Kopfumfang" der Kastanie + ca. 2 cm. Diesen Pappstreifen klebt man mit Tesafilm auf den passenden Umfang zusammen.

Dann nimmt man einen ca. 20 cm langen Faden, halbiert diesen in der Länge, sodass eine Schlaufe entsteht. Die Schlaufe steckt man ein den Pappring und zieht die beiden Enden so durch die entstandene Schlaufe, dass der Pappring in der Mitte ist und man den Faden um den Ring festziehen kann. Das war erst der Anfang :-) 

Jetzt folgen so viele Bandschlaufen, bis der Ring komplett mit der Wolle umschlossen ist. Das letzte Band sollte dabei ca. 30 cm lang sein, wenn ihr euren Wichtel irgendwo aufhängen wollt.

Dann nimmt man noch ein Band, mit dem man alle Fusseln oben an der Mütze zusammenbindet, macht einen Doppelknoten hinein und schneidet den Bommel der Mütze in Form. Dabei das längere Aufhängband nicht mit abschneiden!

Jetzt wird die Mütze nur noch auf die Kastanie geklebt - FERTIG!
Wer natürlich noch will kan die Wichtel wie bei mir noch mit Kulleraugen o.ä. verziehren.

Viel Spaß beim nachbasteln ;-)